Dramatischer Blick in den Solmser Stadtwald

Bundesweit sind sich Experten einig, dass der deutsche Wald in einem außerordentlich schlechten Zustand ist und es dringend mehr Initiativen benötigt, um das wichtigste Ökosystem unserer Erde zu bewahren und zu erhalten. Auch im Solmser Stadtwald sind die Probleme groß. Bereits in früheren Jahren sind vereinzelt Schäden im Solmser Wald entstanden, deren Ursache starke Stürme oder Auftreten von Schädlingen waren. Durch die extremen Trockenperioden in den letzten Jahren in Verbindung mit Starkwind und Schadinsekten ist allerdings jetzt eine Situation entstanden, die auch vom Solmser Revierförster als besorgniserregend bezeichnet wird. So konnten auch  Niederschläge im letzten Frühjahr immer noch keinen Ausgleich bewirken. Anpflanzungen aus dem Herbst 2019 sind fast alle vertrocknet und beim älteren Baumbestand verschlechtert sich die Lage immer weiter. Neben massiven Schäden an Fichten nach den letzten Sommern sind nun sogar die Buchenbestände gefährdet. Auch die Holzvermarktung ist zusammengebrochen und die Erlöse aus dem Holzverkauf sind stark zurückgegangen. Das Resultat sind riesige finanzielle Verluste im städtischen Haushalt (in diesem Jahr ca. 200.000 €). Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Situation im Solmser Stadtwald kurzfristig ändern wird.

Scheinbar sehen SPD, FWG und FDP die Probleme im Solmser Stadtwald nicht so dramatisch und lehnten den CDU-Antrag zur Bildung der Kommission „Zukunft Wald“ in der letzten Stadtverordnetenversammlung ab.

Noch vor der Sommerpause hatte die Solmser CDU die Bildung einer Kommission „Zukunft Wald“ beantragt. Ziel dieser Kommission sollte es sein, fachlich kompetente und erfahrene Waldvertraute und politische Entscheidungsträger an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam über die schwerwiegenden Probleme der Zukunft zu beraten und weitere Schäden von dem heimischen Wald abzuwenden. Hierzu sollte ein Konzept für die zukünftige Entwicklung des Solmser Stadtwaldes erstellt werden. Besonders wichtig war den Antragstellern, dass neben den politischen Vertretern (je ein Mitglied aus jeder Fraktion und 3 Mitglieder des Magistrates) vorwiegend Fachexperten in der Kommission vertreten sind. So sollten fachkundige Bürger, wie der Revierförster, ein Landwirt, ein Jäger, ein Forstmitarbeiter, sowie ein Naturschützer in der Kommission vertreten sein. Der Bürgermeister sollte laut dem CDU-Antrag der Vorsitzende der Kommission sein.

In der Sache ein guter Antrag, der auch von der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung gelobt und befürwortet wurde. Trotz alledem wurde der CDU-Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2020 aus nicht nachvollziehbaren Gründen von SPD, FWG und FDP leider abgelehnt.

Die genannte Kommission sollte, so die antragsstellende CDU-Fraktion, neben dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Natur und Umwelt eingesetzt werden. Vorteil gegenüber dem Ausschuss ist, dass die sachkundigen Bürger bei jeder Sitzung vertreten wären und nicht lediglich nach Einladung in eine Ausschusssitzung. Weiterhin ist der zeitliche Aufwand für die Behandlung der Waldproblematik neben den vielfältigen anderen Ausschussthemen für den Ausschuss relativ groß, dagegen aber eine Kommission „Zukunft Wald“ den Aufwand bestens Bewältigen könnte.

Auch die Mehrheitsfraktionen SPD und FWG beschäftigten sich nach der Antragstellung der CDU mit dem Thema Wald und stellten einen Gegenantrag. Der SPD/FWG-Antrag sah vor, dass sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Natur und Umwelt möglichst zweimal im Jahr mit dem Thema Wald beschäftigt. Diesem Antrag konnte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, da die CDU es für fraglich hält, dass es ausreicht sich zweimal im Jahr mit dem wichtigen Thema Wald zu beschäftigen. Außerdem stand bei dem CDU-Antrag die Einbeziehung von fachkundigen Bürgern im Vordergrund. Die CDU bedauert nun, dass der Antrag auf Bildung einer Kommission „Zukunft Wald“ und somit die dauerhafte Einbeziehung von fachlicher Expertise sowohl von SPD und FWG als auch FDP abgelehnt wurde. Es ist aus Sicht der CDU dringend erforderlich, dass auch weiterhin in  Zusammenarbeit von Politik, Forst, Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz ein Konzept entwickelt wird, wie zukünftig der Solmser Stadtwald unter den veränderten klimatischen Rahmenbedingungen nachhaltig bewirtschaftet werden kann.


v.l.n.r.: Gerhard Wittig, Niklas Weißmann, Helmut Lenzer, Heike Ahrens Dietz, Lisa Schäfer, Alexander und Laura Boll im Solmser Stadtwald

CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heile Ahrens-Dietz

Bereits am 22. Oktober 2020 stellte die CDU Solms unter Einhaltung der Corona-Regelungen ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 14. März 2021 auf. Neben den Mitgliedern der Solmser CDU war auch der örtliche Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer anwesend, der auch die Sitzungsleitung übernahm. Irmer lobte die Kandidatenliste der Solmser CDU. „Insgesamt eine ausgewogene Liste zwischen jung und alt, männlich und weiblich, sowie einem repräsentativen Anteil aus allen Solmser Stadtteilen“, stellte Irmer fest.

Insgesamt stehen 22 Kandidateninnen und Kandidaten auf der CDU-Liste.

Als Spitzenkandidatin führt die Stadtverbandsvorsitzende Heike Ahrens-Dietz die Liste an. Auf dem zweiten Platz steht der jetzige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helmut Lenzer. Dahinter kandidiert die 20-jährige Vorsitzende der Jungen Union Solms-Braunfels-Leun, Lisa Schäfer, auf Platz 3. Auf den Plätzen vier und fünf stehen Gerhard Wittig und Dr. Anna Braun. Somit sind bereits alle Stadtteile vertreten. Auf den nächsten Plätzen wurden Niklas Weißmann, Alexander Boll, Martin Dietz, Erich Becker, Gerhard Bender, Dirk Berghäuser und Dennis Reinhardt nominiert.

Die Stadtverbandsvorsitzende Heike Ahrens-Dietz schwörte die Kandidaten auf die Kommunalwahl ein und bedankte sich beim jetzigen Fraktionsvorsitzenden Jochen Streiberger für seine geleistete Tätigkeit. Jochen Streiberger wird leider aus beruflichen Gründen in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr als Fraktionsvorsitzender zur Verfügung stehen und kandidiert daher auf Platz 15. Heike Ahrens-Dietz, die bereits seit 2006 im Kreistag für die CDU vertreten ist, kandidiert erneut für den Kreistag auf Platz 10 der CDU-Kreistagsliste. Auf Platz 21 der CDU-Kreistagsliste findet sich dort Lisa Schäfer wieder. Außerdem kandidieren Niklas Weißmann und Martin Dietz auf der Liste der CDU Lahn-Dill.

v.l.n.r.: Maximillian Wolf, Heike Ahrens-Dietz, Lisa Schäfer, Martin Dietz, Frank Inderthal

Ein Landwirt auf einem Traktor und ein Radfahrer, die sich gegenseitig grüßen, befinden sich direkt hinter dem Schriftzug „Rücksicht macht Wege breit“, den die CDU Solms in den Lahnwiesen in Niederbiel und auf  einem viel befahrenen Feldweg in Oberbiel angebracht hat. Auch der Solmser Bürgermeister Frank Inderthal (SPD), unterstützte die Aktion.

Auf Feld- und Wirtschaftswegen treffen Landwirte und andere Verkehrsteilnehmer des Öfteren aufeinander. Diese Wege werden gerne von Spaziergängern, Radfahrern, Reitern und Joggern, die oftmals in Begleitung von Hunden sind, genutzt. Grundsätzlich kein Problem! Jedoch kommt es nicht selten vor, dass es dabei zu beiderseitigem Unverständnis kommt.

Mit dem rund zwei auf zwei Meter großen Schriftzug möchte die CDU Solms dem Unverständnis entgegensteuern und darauf hinweisen, dass bei entsprechender Rücksichtnahme für beide alle Verkehrsteilnehmer Platz herrscht. Die weißen Markierungen auf dem Boden sollen die Nutzer der Feldwege daran erinnern, dass ein partnerschaftlicher Umgang hilft, Konflikte und Gefahrensituationen zu vermeiden.

Lisa Schäfer (Vorsitzende der Jungen Union, CDU Vorstandsmitglied und Tochter eines Landwirtes) sagte zu der Aktion: „Unser Ziel ist ein gutes Miteinander. Wenn wir gemeinsam aufeinander Rücksicht nehmen und gegenseitig Verständnis zeigen, klappt das reibungslos“

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Wirtschaftswege für landwirtschaftliche Arbeiten gebaut wurden.  Immer wieder berichten Landwirte davon, dass sich Spaziergänger und Fahrradfahrer beschweren, wenn man ihnen mit dem Traktor entgegen kommt. Das kann gerade in sehr arbeitsintensiven Zeiten, in denen die Landwirte günstiges Wetter nutzen müssen, Probleme bereiten.

Die Landwirte benötigen die Feld- und Wirtschaftswege für ihre tägliche Arbeit und müssen sie natürlich auch mit Maschinen befahren um zu ihren Feldern zu gelangen.

Lisa Schäfer stellt fest: „Unsere Landwirte arbeiten für uns alle auf ihren Feldern. Sie sorgen dort dafür, dass unser Tisch täglich voll gedeckt ist. Daher müssen wir als Verbraucher es den Landwirten durch gegenseitige Rücksichtnahme ermöglichen, dass sie ungehindert zu ihren Feldern gelangen.“ Die Stadtverbandsvorsitzende, Heike Ahrens-Dietz bedankte sich im Namen der Solmser CDU beim Kreisbauernverband Gießen/Wetzlar e.V. für das Ausleihen der Schablone und wirbt ebenfalls für ein gutes Miteinander auf den Feld- und Wirtschaftswegen.

v.l.n.r.: MdB Hans-Jürgen Irmer, Gerhard Bender, Carmen Lenzer und Heike Ahrens-Dietz

In der Mitgliederversammlung der CDU Solms wurde Gerhard Bender für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der Christlich Demokratischen Union geehrt. Da Herr Bender erst kürzlich von Braunfels nach Solms umgezogen war, nahm neben dem CDU-Kreisvorsitzenden und MdB Hans-Jürgen Irmer die Stadtverbandsvorsitzende der CDU Braunfels, Carmen Lenzer, die Ehrung vor.

In der anschließenden Sitzung zur Aufstellung der Liste zur Kommunalwahl freute sich die Solmser CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heike Ahrens-Dietz, dass Herr Bender nach seinem Umzug nach Niederbiel bereit ist, sich auch hier in Solms politisch zu engagieren. Er ist ein erfahrener Kommunalpolitiker. Herr Bender war 1995 in die CDU eingetreten. Im Vorstand der CDU Braunfels hat er seit 1999 als Beisitzer mitgearbeitet und von 2015 – 2019 den Stadtverband von Braunfels geführt. Darüber hinaus war er von 2001 – 2016 Stadtverordneter in Braunfels, von 2001 – 2020 Mitglied beim Abwasserverband Bonbaden und von 2006 – 2020 Mitglied im Ortsbeirat von Braunfels-Altenkirchen.

Mit dem Projekt „Gelbe Füße“ setzt sich die CDU Solms aktiv für einen sicheren Schulweg ein.

Die Stadtverbandsvorsitzende, Heike Ahrens-Dietz (CDU) blickt in das Jahr 2015 zurück, wo die CDU die „gelben Füße“ als hessisches Pilotprojekt in Solms aufmalte. Man wolle sich mit der Aktion aktiv für einen sicheren Nachhauseweg für Schul- und Kindergartenkinder einsetzen, so Ahrens-Dietz. 

Weil die damals aufgebrachten „Gelben Füße“ nur noch schlecht bzw. nicht mehr zu erkennen waren, erneuerten die CDU Mitglieder nun die „Gelben Füße“ im Stadtteil Albshausen

Für Kinder ist das angepasste und sichere Verhalten im Straßenverkehr eine Herausforderung: Sie können Fahrzeuge oft nicht rechtzeitig erkennen, Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht korrekt einschätzen und reagieren langsamer als Erwachsene. Außerdem finden sich auf dem Schulweg viele Dinge, die interessanter sind als die Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Nicht vergessen sollte man, dass Kinder in unübersichtlichen oder ungewohnten Situationen verunsichert werden.

Die mit Signalfarbe aufgemalten Symbole warnen die Mädchen und Jungen: „Vorsicht! Hier musst du besonders aufpassen!“ Die „Gelben Füße“ sollen auf die Gefahrenpunkte aufmerksam machen und geben Kindern an unübersichtlichen Stellen Orientierung. Auf diesem Weg sollen sie möglichst sicher die Straße überqueren können.

Im Zuge der Straßenbauarbeiten am Laubacher Weg war Aushubmaterial zum Ausbessern von Waldwegen verwendet worden. Dies hatte zu einer Anfrage der Grünen in der letzten Stadtverordnetenversammlung geführt.

Dort hatte Bürgermeister Inderthal mitgeteilt, dass die mit den Bauarbeiten beauftragte Firma Baustra auf den Revierförster Bremer (Hessen Forst) zugegangen war und hat diesen gefragt hatte, ob Bedarf besteht, im angrenzenden Waldbereich Auffüllungen an geeigneten Stellen vorzunehmen. Allerdinge sei diese Maßnahme dann trotz einer Anordnung seitens der Stadt zum sofortigen Stopp deutlich übertrieben ausgeführt worden.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Inderthal soll der Revierförster in die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Natur und Umwelt am 20.08.2020 eingeladen werden und für die Erörterung von noch offenen Fragen zur Verfügung stehen.

Um für diese Sitzung die notwendige Sachkenntnis zu erlangen, haben sich unter Führung des Albshäuser Stadtverordneten Gerhard Wittig Mitglieder von Vorstand und Fraktion der CDU Solms die aktuelle Situation im Stadtwald Albshausen vor Ort angesehen.

Noch im letzten Jahr ließ die Landesbehörde Hessen Mobil verlauten, dass die Ortsdurchfahrt Oberbiel frühestens im Jahre 2022 ausgebessert werden soll. Dies hätte auch zur Folge gehabt, dass der besonders von Schäden betroffene westliche Abschnitt zwischen den Einmündung der Liezener Straße und der Heinrich-Baumann-Straße noch mindestens drei weitere Jahre eine Schlaglochpiste geblieben wäre.

Im Juni 2019 fand diesbezüglich ein Ortstermin der Solmser CDU mit unserem heimischen Landtagsabgeordneten Frank Steinraths statt. Angesichts der dort vorgefunden immensen Straßenschäden setzte Steinraths sich mehrfach mit Hessen Mobil in Verbindung und drängte darauf, dass eine zeitnahe Sanierung erfolgen sollte. Dies hatte zur Folge, dass von Hessen Mobil geprüft wurde, ob zumindest eine Deckenerneuerung der Fahrbahn im besagten Abschnitt erfolgen könnte. Im April 2020 kam dann die erfreuliche Nachricht von Hessen Mobil, dass noch in diesem Jahr eine Schadstellensanierung erfolgen würde. Als Anfang August die ersten Baumaschinen anrollten, verschaffte sich MdL Steinraths begleitet von der Solmser CDU ein Bild vor Ort und man freute sich gemeinsam, dass der Einsatz der heimischen CDU für diese Maßnahme nun endlich von Erfolg gekrönt wurde und in einem Zeitraum von zwei Wochen die Asphaltdecke des knapp 300 Meter langen Teilstücks erneuert wurde.


                                                                                                           
v.l.n.r.: MdB Hans-Jürgen Irmer, Tanja, Thorsten, Hanna und Lisa Schäfer, Stadtverbandsvorsitzende Heike Ahrens-Dietz und MdL Frank Steinraths

(ls) Am Freitag den 07.08.2020 folgten rund 30 Interessierte der gemeinsamen Einladung der CDU Solms und der Jungen Union Solms-Braunfels-Leun. Unter ihnen waren der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer und der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Frank Steinraths. Ebenfalls folgte der Leuner Bürgermeister, Björn Hartmann (CDU) der Einladung zur Hofbesichtigung.
Lisa Schäfer (Vorstandsmitglied der CDU Solms und der Jungen Union Solms-Braunfels-Leun) führte die Gruppe, unter Einhaltung der Corona-Auflagen, über den Betrieb ihrer Eltern. Der landwirtschaftliche Betrieb, der seit Jahrzehnten im Familienbesitz geführt wird, umfasst Milchviehhaltung und Ackerbau. Zu Beginn wurde erläutert, dass sich der Betrieb in der schrittweisen Umstellungsphase von einem konventionellen, hin zu einem ökologischen Betrieb befinde. Diese Umstellung wäre „politisch so gewollt“, da die Bundesregierung plane, den Anteil der ökologischen Anbaufläche bis 2030 auf 20 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland auszuweiten. Lisa Schäfer bezeichnet diese Pläne und weitere Umweltauflagen für die Landwirtschaft, die oftmals aus dem SPD-geführten Bundesumweltministerium kommen, als eine Art „Öko-Mainstream“. Sie sei von dieser Art Landwirtschaft im Hinblick auf die Ernährungssicherung nicht zu überzeugen und sieht daher die Umstellung des eigenen Betriebes auf einen Biobetrieb sehr kritisch. Allerdings habe es für den heimischen Betrieb keine andere Wahl gegeben, da die gesetzlichen Vorgaben es nur noch bedingt ermöglichen, auf andere Weise zu wirtschaften. Schäfer warnte davor, dass in der Gesellschaft der Eindruck entstehe, dass die ökologischen Betriebe die „guten“ seien, da sie einen erhöhten Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und die Konventionellen die „schlechten“ darstellen oder gar als Umweltsünder abgestempelt werden. „Ganz im Gegenteil unsere konventionellen Betriebe sorgen nicht nur für qualitativ- und quantitativ hochwertige Lebensmittel, sondern leisten ebenfalls einen Beitrag zum Klima und Umweltschutz, da im Rahmen des Greenings, Betriebe mit mehr als 15 ha Ackerfläche dazu verpflichtet sind, 5% ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) vorzuhalten und entsprechend zu bewirtschaften“, so Schäfer. Die Niederbielerin bedauerte, dass durch die Umstellung auf Bio das gerade frisch geerntete Getreide nicht weiter zu Lebensmittel verarbeitet wird, sondern lediglich als Futter für die Kühe diene. Hier habe der Betrieb allerdings keine andere Wahl, weil man ohne das Getreide nicht genügend Futter für die Kühe und Rinder habe. Lisa Schäfer schilderte die großen Sorgen in Bezug auf die Futterknappheit. Zum einen bringe die Umstellung auf Bio deutliche Ertrags- und Qualitätseinbußen mit sich, zum anderen macht die anhaltende Trockenheit den Landwirten dauerhaft zu schaffen. Vom Aussiedlerhof, der den schönen Hofnamen „Sonnenhof“ trägt, konnten die Teilnehmer der Besichtigung sich selbst ein Bild von den umliegenden, verbrannten Wiesen machen, wo im Moment durch die Trockenheit kein Futter zur Verfügung steht.
Des Weiteren kritisierte Lisa Schäfer die Hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Bündnis 90 die Grünen) für ihren Umgang beim Thema Wolf. Anstatt den Zielkonflikt zwischen der Forderung für mehr Weidetierhaltung und der Wolfsproblematik anzuerkennen, veröffentlichte die Ministerin ein Papier zum Wolfsmonitoring mit der Überschrift „Willkommen Wolf in Hessen“. Dennoch machte Lisa Schäfer klar, dass sie den Wolf keinesfalls ausrotten wolle, da dies EU-rechtlich auch nicht möglich wäre. Allerdings seien die Vorfälle in Nordhessen, wo die sogenannte Stölzinger Wölfin bisher nachweislich 22 Weidetiere getötet habe, ein klares Warnsignal. „Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, dass ein Wolf, der nachweislich mehrere Tiere gerissen habe, nicht entnommen werden kann“, kritisiert Schäfer die gleichzeitig an die CDU geführte Landesregierung appellierte, endlich gegen den Willen des Grünen Koalitionspartners beim Thema Wolf zu handeln. Wenn ab 01.07.2021 der Bereich Milchviehhaltung auf dem Familienbetrieb der Schäfers auf Bio umgestellt sei, muss die gesamte Milchvieherde deutlich öfter auf die Weide. Auch wenn im Lahn-Dill-Kreis eine Ansiedlung des Wolfes noch nicht bekannt ist, blickt Lisa Schäfer aus Angst vor dem Wolf mit mulmigen Gefühlen auf diese Maßnahme.
In der neu gebauten Maschinenhalle erklärte Schäfer, dass neueste Technik für eine zukunftsfähige Landwirtschaft unabdingbar sei und dass die Landwirtschaft die Chancen der Digitalisierung nutzen müsse. Digitale Anwendungen im Bereich der Präzisionslandwirtschaft können unsere Landwirtschaft dabei unterstützen, effektiver, nachhaltiger und ressourcenschondender zu arbeiten. Dies machte Schäfer am Beispiel des modernen Güllefasses klar, dass eine bodennahe Ausbringungstechnik vorweist. Lisa Schäfer stellt fest: „Während ein Landwirt im Jahr 1900 im Durchschnitt so viele Nahrungsmittel erzeugte, dass er etwa vier Personen ernähren konnte, sind es heute 145 Personen. Um solch eine Produktionssteigerung zu haben, braucht es natürlich auch beste Technik“. Allerdings seien neue Maschinen häufig sehr kostenintensiv und die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Lebensmittel sehr schwankend. Schäfer machte klar, dass die gesellschaftlichen Wünsche für mehr Tierwohl und die Forderung einer nachhaltigeren Landwirtschaft vom Verbraucher honoriert werden müssen. Klar wurde, dass Wertschätzung für die Landwirtschaft an der Kasse anfängt, da dort der Verbraucher am besten zeigen kann, wie viel er bereit ist, für qualitativ hochwertige Lebensmittel auszugeben.

An die kommunalpolitisch aktiven Teilnehmer, wie beispielsweise die Kreistagsabgeordnete und Stadtverbandsvorsitzende der Solmser CDU, Heike Ahrens-Dietz, appellierte Lisa Schäfer zum Thema Flächenverbrauch. Der hohe Flächenverbrauch stelle für die Landwirtschaft ein weiteres großes Problem dar. Täglich werden rund 90 Fußballfelder in Deutschland durch Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen bebaut, so Schäfer, die bei diesem Thema die Kommunalpolitiker auffordert, jeden Hektar der bebaut wird zu hinterfragen. Wir müssen bei allen verständlichen finanziellen Vorteilen, die Bau- und Gewerbegebiete für eine Kommune mit sich bringen, genau abwägen, welche Projekte wirklich nötig sind und auf welche im Hinblick auf den Ressourcenschutz verzichtet werden kann.

Im Inneren des Stalles, waren die frisch geborenen Kälbchen, sowie die rund 150 Kühe und Rinder zu bestaunen. Die interessierten Besucher stellten viele Fragen rund um die Produktionsabläufe der Milcherzeugung und erhielten abschließend einen eindrucksvollen Einblick in den Melkstand, dem Hauptarbeitsgerät des Betriebes.

Nach der Führung hatten die Besucher die Möglichkeit, die von der Schwälbchen-Molkerei für die Hofbesichtigung zur Verfügung gestellten frischen Milchprodukte zu verköstigen. Unter den coronabedingten Abstands- und Hygieneregeln ließ man in gemütlicher Runde bei Bier, Wein und regionaler Wurst vom heimischen Metzger den Tag ausklingen.

Begrüßung der Gäste

(nw)  Am Freitag, den 24. Juli traf sich die CDU Solms und ihre Gäste zum diesjährigen Sommergrillen. Dieser Einladung folgten insgesamt 30 Besucherinnen und Besucher. Anwesend waren neben Solmser Kommunalpolitikern auch der heimische Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer mit Gattin und unser Landtagsabgeordneter Frank Steinraths. Nach der Begrüßung der Gäste, darunter auch Teilnehmer aus den Nachbargemeinden Braunfels und Leun, sowie aus Lollar und der Einstimmung auf die Kommunalwahl im nächsten Jahr durch die Vorsitzende der CDU Solms, Heike Ahrens-Dietz, wurde das Buffet eröffnet. Neben Original Coburger Rostbratwürsten und Steaks gab es Salate, leckere Weine und Softgetränke. In geselliger Runde verbrachten wir einige schöne Stunden mit angenehmen Gesprächen und unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen.

Stadtverordneter Horst Grünewald als Grillmeister
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